Korrosionsschutz beim Versand: das VCI Prinzip

Korrosion
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Schutz beim Versand ist eine große Herausforderung. Nicht nur für leicht zerbrechliches, auch für vermeintliche robuste Waren wie Metall-Bauteile. Natürlich müssen diese auch gepolstert werden, allerdings gibt es noch eine zweite Aufgabe für die Verpackung, nämlich den Korrosionsschutz.

Korrosion an Metallischen Werkstoffen bezeichnet die Reaktion des Werkstoffes mit Stoffen der Umgebung, hauptsächlich Sauerstoff und Wasser. Für viele bekannt als Oxidation, also Rost. Die DIN EN ISO 8044 definiert Korrosion wie folgt:

„Korrosion, die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung, die eine messbare Veränderung des Werkstoffes bewirkt und zu einer Beeinträchtigung der Funktion eines metallischen Bauteils oder eines ganzen Systems führen kann. In den meisten Fällen ist die Reaktion elektrochemischer Natur, in einigen Fällen kann sie chemischer oder metallphysikalischer Natur sein.“

Als Korrosionsschutz bezeichnet man demnach alle Maßnahmen, welche diese Reaktion verhindern. Früher wurde dies erreicht, indem die Werkstoffe für Lagerung und Versand eingeölt bzw. eingefettet wurden. Abgesehen von einigen Problemen bei der Weiterverarbeitung, war der Schutz beispielsweise bei Waren mit schwer zugänglichen Stellen nicht optimal.

Die neuste Methode heißt VCI – Volatile Corrosion Inhibitors, was so viel wie „flüchtige Korrosions-Hemmer bzw. -Verhinderer“ bedeutet. Diese Substanzen zeichnen sich dadurch aus, dass Sie vom festen Zustand direkt in die Gasphase sublimieren. Diese Gase bilden in der geschlossenen Verpackung einen Schutzfilm auf der Metalloberfläche, welche die Korrosion verhindert. Der Schutz reicht dabei bis in den letzten Winkel – inklusive Gewinde, Bohrungen, Falze. Nach dem Öffnen der Verpackung verflüchtigen sich die VCI-Wirkstoffe rückstandsfrei und die Weiterverarbeitung ist sofort möglich. Wird die Verpackung wieder ordnungsgemäß verschlossen, so baut sich der Schutz wieder auf.

Bei sachgemäßem Umgang verhalten sich die Inhaltsstoffe gesundheitlich unbedenklich, es besteht keine Gefährdung bei Hautkontakt oder Inhalation. In Übereinstimmung mit der aktuellen EU-Richtlinie 67/548/EWG (einschließlich 29. Anpassung, April 2006) sind die Inhaltsstoffe ohne Gefahren für Gesundheit und Umwelt; ebenso gemäß TRGS 615 (Ausgabe Mai 2007).

Das Trägermaterial kann dabei sowohl Papier als auch Folie sein. Unterschiedliche Möglichkeiten finden Sie bei uns im Online-Shop:

 

VCI-Korrosionsschutz-Papier VCI-Korrosionsschutz-SeitenfaltenbeutelVCI-Korrosionsschutz-Flachbeutel VCI-Etikett
VCI-Korrosionsschutz-Papier: umweltfreundlich und vollständig recycelbar, individuelle Abmessungen, Qualitäten und auch Bedruckung sind möglich. VCI-Korrosionsschutz-Flachbeutel und Seitenfaltenbeutel: reißfest 100µ Folie, welche auch individuell bedruckt werden kann. Besonders praktisch sind die Folien beim Export bzw. dem weltweiten Versand: Der Zoll kann durch die transparenten Folien den Inhalt sehen. So muss die Verpackung und somit der Schutz nicht zerstört werden. VCI-Etikett: warnt vor Beschädigung der Verpackung beim Öffnen der VCI-Verpackung.

 

Eine weitere Möglichkeit zum Korrosionsschutz in der Verpackung sind Trockenmittelbeutel. Diese nehmen Feuchtigkeit im Inneren der Verpackung auf. Diese kann entstehen wenn Produkte beispielsweise über mehrere Klimazonen hinweg transportiert werden. Temperaturunterschiede durch Klimaanlagen oder Heizungen haben den gleichen Effekt.

Übrigens, für ölige Produkte (beispielsweise bereits benutzte Bauteile) sollten Sie idealerweise Ölpapier zum Verpacken verwenden.

 

Wie schützen und transportieren Sie Ihre metallischen Bauteile?

 

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